


Über uns
Nordbahngemeinden mit Courage e. V. (NmC) steht für ein Gemeinwesen im Sinne des Artikels 1 des Grundgesetzes. Eine demokratische Gesellschaft braucht Vielfalt und die Fähigkeit diese Verschiedenheiten zu verhandeln und auszuhalten, um uns allen ein freies Leben zu ermöglichen. Wir wollen in diesen gesellschaftlichen Diskursen Impulse für einen lebendigen und gleichberechtigten Dialog setzen. Wir zeigen im öffentlichen Raum Gesicht und vertreten pluralistische Werte. Wir widersprechen insbesondere diskriminierenden und rassistischen Positionen. Nicht zuletzt unterstützen wir unsere neuen Mitbürger*innen und all jene zivilgesellschaftlichen Unterstützer*innen, die eine Willkommenskultur in unseren Nordbahngemeinden aktiv mitgestalten.
FAQ
zur Haltung von Nordbahngemeinden mit Courage e. V.
(Zusammengestellt aus den Antworten auf die Interviewanfrage zum „BUNTEN Straßenfest“ im Juli 2026)
Wofür steht Nordbahngemeinden mit Courage e. V.?
Nordbahngemeinden mit Courage e. V. setzt sich für eine offene, vielfältige, solidarische und demokratische Gesellschaft ein.
Wir stehen für die unveräußerliche Würde jedes Menschen, gleiche Rechte, gesellschaftliche Teilhabe, soziale Gerechtigkeit, demokratische Mitbestimmung und ein respektvolles Zusammenleben.
Unser Engagement richtet sich nicht gegen bestimmte Menschen oder gegen konservative und bürgerliche Auffassungen. Wir widersprechen jedoch entschieden politischen Bestrebungen, die Menschen abwerten, ausgrenzen oder ihnen gleiche Rechte und
Teilhabe absprechen.
Was versteht Nordbahngemeinden mit Courage e. V. unter dem Engagement „gegen rechts“?
„Gegen rechts“ bedeutet für uns den klaren Widerspruch gegen autoritäre, völkisch-nationalistische, rassistische, antisemitische, queerfeindliche und andere menschenverachtende Politik.
Die Begriffe „links“ und „rechts“ haben sich historisch entwickelt und werden heute unterschiedlich verwendet. Für unsere Arbeit ist deshalb nicht eine pauschale politische Einordnung entscheidend, sondern die konkrete Haltung gegenüber Menschenwürde, Gleichberechtigung, Demokratie und gesellschaftlicher Vielfalt.
Unsere Grenze liegt dort, wo Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion, Hautfarbe, geschlechtlichen Identität, sexuellen Orientierung, sozialen Stellung oder anderer Merkmale abgewertet oder ausgegrenzt werden.
Richtet sich Nordbahngemeinden mit Courage e. V. gegen rechtlich zulässige Meinungen?
Wir bekämpfen keine Menschen und sprechen niemandem das Recht auf eine eigene Meinung ab.
Das Grundrecht auf Meinungsfreiheit bedeutet jedoch nicht, dass politische Aussagen und Forderungen unwidersprochen bleiben müssen. Auch rechtlich zulässige Positionen können kritisiert, öffentlich diskutiert und mit demokratischen Argumenten zurückgewiesen werden.
Zur Demokratie gehört nicht nur das Recht, eine Meinung zu äußern. Zur Demokratie gehört ebenso das Recht, dieser Meinung öffentlich zu widersprechen und eigene gesellschaftliche Alternativen sichtbar zu machen.
Auf welcher rechtlichen und demokratischen Grundlage handelt Nordbahngemeinden mit Courage e. V.?
Nordbahngemeinden mit Courage e. V. handelt friedlich, demokratisch, rechtsstaatlich und auf dem Boden des Grundgesetzes.
Aus der Menschenwürde, dem Gleichheitsgrundsatz sowie der Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit leiten wir das Recht und die Verantwortung ab, autoritärer, nationalistischer und rechtsextremer Politik entschieden entgegenzutreten.
Wir verteidigen demokratische Freiheiten, indem wir sie nutzen.
Welche Mittel nutzt Nordbahngemeinden mit Courage e. V. für sein Engagement?
Wir setzen ausschließlich auf friedliche, demokratische und rechtsstaatliche Mittel.
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politische und gesellschaftliche Bildungsarbeit
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öffentliche Diskussionen
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Informationsveranstaltungen und Veröffentlichungen
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kulturelle Veranstaltungen und Begegnungsangebote
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die Vernetzung demokratischer und zivilgesellschaftlicher Initiativen
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friedlicher Protest
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die Zusammenarbeit mit Vereinen, Verbänden und demokratischen Parteien
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gesellschaftliches und parlamentarisches Engagement
Gewalt, Einschüchterung und Drohungen lehnen wir unabhängig davon ab, von wem sie ausgehen.
Warum organisiert NMC öffentliche Feste und Veranstaltungen?
Unsere Veranstaltungen sind positive Angebote an die gesamte Gesellschaft.
Wir wollen Menschen miteinander ins Gespräch bringen, demokratisches Engagement sichtbar machen und zeigen, wie vielfältig das gesellschaftliche Leben in unseren Gemeinden ist. Vielfalt findet jeden Tag statt - in Feuerwehren, Sportvereinen, Schulen, Jugendeinrichtungen, Kulturprojekten, Nachbarschaften, Initiativen und demokratischen Institutionen.
Unsere Veranstaltungen stehen deshalb für Begegnung statt Ausgrenzung, Vertrauen statt Angst und demokratische Gemeinschaft statt autoritärer Einschüchterung.
Alle Menschen, die diese Grundhaltung respektieren, sind eingeladen.
Sind Veranstaltungen von Nordbahngemeinden mit Courage e. V. Gegenveranstaltungen zu politischen Angeboten der AfD?
Unsere Veranstaltungen sind zunächst eigenständige und positive Angebote für eine offene Stadtgesellschaft.
Wenn ein buntes, offenes und herzliches Fest als Gegenveranstaltung verstanden wird, stellt sich die Frage, wogegen ein solches Fest eigentlich gerichtet sein soll. Für uns sind Vielfalt, Solidarität und gleiche Rechte keine Provokation, sondern selbstverständliche
Grundlagen des gesellschaftlichen Zusammenlebens.
Gleichzeitig verschließen wir nicht die Augen vor dem politischen Zusammenhang, in dem Veranstaltungen stattfinden. Öffentliche Selbstdarstellungen einzelner Organisatoren dürfen kritisch hinterfragt und mit den politischen Programmen, Äußerungen und
tatsächlichen Positionen der beteiligten Parteien verglichen werden.
Kann eine Veranstaltung rassistisch sein, obwohl Menschen jeder Hautfarbe teilnehmen dürfen?
Die bloße Erklärung, alle Menschen seien willkommen, reicht nicht aus, um einen rassistischen oder ausgrenzenden politischen Zusammenhang auszuschließen.
Rassismus zeigt sich nicht nur in Einlassregeln. Er kann sich auch in politischen Programmen, öffentlichen Äußerungen, gesellschaftlichen Feindbildern und der Abwertung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion oder zugeschriebenen Zugehörigkeit ausdrücken.
Eine offene Gesellschaft beweist sich nicht allein durch ein unverbindliches Willkommen bei einer einzelnen Veranstaltung. Sie zeigt sich in der dauerhaften Anerkennung gleicher Würde, gleicher Rechte und gleicher gesellschaftlicher Teilhabe.
Wie bewertet Nordbahngemeinden mit Courage e. V. die AfD?
Für die politische Bewertung der AfD sind nicht allein Aussagen einzelner lokaler Vertreterinnen und Vertreter maßgeblich. Entscheidend sind auch die Programme, öffentlichen Äußerungen, politischen Aktivitäten und die Entwicklung der Partei insgesamt.
Der brandenburgische Verfassungsschutz stuft den Landesverband Brandenburg der AfD seit April 2025 als gesichert rechtsextremistische Bestrebung ein. Gegen diese Einstufung
läuft ein gerichtliches Hauptsacheverfahren.
Unabhängig vom Ausgang einzelner Verfahren setzt sich NmC kritisch mit autoritären, nationalistischen, rassistischen und rechtsextremen Positionen auseinander und widerspricht ihnen mit demokratischen Mitteln.
Welche Gesellschaft möchte Nordbahngemeinden mit Courage e. V. fördern?
Wir wollen eine Gesellschaft, in der Menschen ohne Angst verschieden sein können und in der niemand zum Sündenbock gemacht wird.
Gerade in schwierigen Zeiten brauchen Menschen soziale Sicherheit, verlässliche öffentliche Einrichtungen, demokratische Beteiligung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ausgrenzung und autoritäre Antworten lösen keine sozialen Probleme.
Wir haben keine Angst vor einer vielfältigen Zukunft. Wir vertrauen den Menschen und setzen auf Solidarität, Begegnung und demokratische Verantwortung.
Vorstand
Torsten Lindner | Vorsitzender
Alexander Löwe| stellvertretender Vorsitzender
Peter Kunkel
Jens-Michael Schau
Nicole Florczak
Andrea Löwe
Joana Ohme
Bea Lindner | Schatzmeisterin
Unsere Ziele
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Couragiert für die Werte unseres Grundgesetzes und einer demokratischen Kultur eintreten
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Eine sich verändernde Gesellschaft aktiv mitgestalten
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Lebendige und gleichberechtigte Dialoge fördern
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Vielfältige Begegnungen ermöglichen
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Ein respektvolles Miteinander fördern
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Demokratieverständnis stärken
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Gruppenbezogene Vorurteile abbauen
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Aktive Auseinandersetzung mit diskriminierenden und rassistischen Positionen
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Eine Willkommenskultur für geflüchtete Menschen mitgestalten
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Öffentlichkeits – und Netzwerkarbeit


