Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

In der Zeit des Nationalsozialismus war es normal Musik zu verbieten und damit andere Menschen und Kulturen als minderwertig zu kennzeichnen. An diesem Tag erinnern wir uns daran, dass Menschlichkeit und Verständnis für Andere nicht selbstverständlich sind. In den letzten Monaten wird deutlich wie schnell sicher geglaubte Errungenschaften in der Haltung gegenüber und im Umgang mit Geflüchteten, Menschen anderer Glaubensrichtungen und Kulturen, anderer Überzeugungen und sexueller Orientierungen, anderer Identitäten verloren gehen können. Auch heute geschieht es wieder, dass Kultur der Abgrenzung dient, dass es vermeintlich ‚gute‘ und ‚schlechte‘ Kulturen gibt. Gerade am Tag der Befreiung von Auschwitz müssen wir uns daran erinnern, wohin es führen kann, wenn kulturelle Ausdrucksformen wie die Musik Mittel der Ausgrenzung werden.

In diesem Sinne wollen wir uns auch in diesem Jahr an diesem besonderen Tag die Zeit nehmen innezuhalten. Im Erleben der Musik verschiedener Kulturen können wir erfahren, dass die Sehnsucht nach Leben und Glück uns als Menschen eint. Nordbahngemeinden mit Courage e.V. hat die Musikerinnen Barbara Sadowski (Violine) und Annette Wizisla (Klavier, Gesang) eingeladen, uns ausgewählte Musikstücke von jüdischen Komponisten, Musik der Sinti und Roma, Filmmusiken und andere zu präsentieren. Die musikalische Darbietung wird durch szenische Lesungen ergänzt.

Sie sind herzlich eingeladen, sich am 27.01.2017 um 19:00 Uhr eine gute Stunde Zeit der Besinnung in der Borgsdorfer Kirche zu schenken - zum Erleben, zum Nachdenken und hoffentlich auch zum sicherer werden in dieser unsicheren Zeit.

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