Brandanschlag auf unser Demokratiemobil

09.12.2016

 

Pressemitteilung: In der Nacht zum 09.12.2016 wurde auf den Barkas von Nordbahngemeinden mit Courage ein Brandanschlag verübt und der Wagen dabei zerstört. Wie schon so oft in den letzten Monaten stehen wir schockiert vor der Tatsache, dass der gesellschaftliche Diskurs zunehmend durch Gewalt, Intoleranz und Hass geprägt ist. Immer größere Gruppen von Menschen sehen in Abgrenzung und Ausgrenzung ein Mittel, scheinbar Bedrohtes zu erhalten. So werden zunehmend die Grenzen des Tolerierten verschoben. Wir glauben, dass dies kein guter Weg ist. Gesellschaften, die sich nicht mehr verändern wollen, erstarren und verlieren nach und nach ihre Menschlichkeit. Sie werden beginnen, die zunächst nach außen gerichtete Abgrenzung auch nach innen gegen alle anders denkenden und anders lebenden zu richten, wie dies bereits in Ungarn, Polen oder der Türkei, aber zunehmend auch bei uns zu beobachten ist. Dies wird auf Dauer die Demokratie zerstören. 


Wir fordern alle gesellschaftlichen Gruppen dazu auf, sich zu erinnern, was die immer wieder angesprochenen Grundlagen unserer Gesellschaft – unserer abendländischen Kultur – sind. 

 

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.


Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

 

 

Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.


Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.



Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“

 

(aus Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland)

 

 

Wir von Nordbahngemeinden mit Courage werden uns auch weiterhin für eine gewaltfreie, diskriminierungsfreie und demokratische Gesellschaft einsetzen, denn dies ist die Gesellschaft, in der wir leben wollen.

 

Nordbahngemeinden mit Courage

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