Donnerstag, 23.02.2012
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Mut zum Umdenken

Nachdenken über Martin Niemöller oder  Mut zum Umdenken
Kulturkreis und Nordbahngemeinden mit Courage laden ein

Die beeindruckende Persönlichkeit Martin Niemöllers steht im Mittelpunkt einer Veranstaltung von Kulturkreis Hohen Neuendorf und Nordbahngemeinden mit Courage am Freitag, dem  10. Dezember 2010, 18.00 Uhr, in der Stadtbibliothek Hohen Neuendorf in der Schönfließer Straße 17 unter der Überschrift „Mut zum Umdenken“.

Über ihn wird gesagt, er hat sich an Dinge gewagt, die viele erst gar nicht versucht hätten. Er hat auch da nicht aufgegeben, wo andere längst resignierten und  an  sich und die Öffentlichkeit bei vielen Herausforderungen die Frage gestellt, was Jesus dazu sagen würde.

Es ist gelungen, den Enkel Martin Niemöllers, den Autor Andreas von Klewitz zu gewinnen, über seinen berühmten Großvater zu sprechen -  über einen Mann des 20. Jahrhunderts, der sich vom U-Boot Kommandanten im ersten Weltkrieg und wehrhaften Gegner der Demokratie,  zum  Theologen und Pfarrer in Berlin-Dahlem und zum Haupt der Bekennenden Kirche entwickelte. Als Mitbegründer und Sprecher des Pfarrernotbundes, wandte er sich gegen den  Ausschluss von Christen jüdischer Herkunft aus kirchlichen Ämtern und gegen die Anwendung des Arierparagraphen im Raum der Kirche. Damit zog er sich den Hass von Hitler zu, der ihn  zu seinem persönlichen Gefangenen machte und ihn von 1937 bis 1945 in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Dachau einkerkerte.  

Nach 1945  trat Martin Niemöller  mit aller Kraft gegen die Teilung Deutschlands und gegen die Wiederbewaffnung ein, wurde Kirchenpräsident in Hessen-Nassau und Präsident des Ökumenischen Rates der Kirchen. Ein herausragender Ausdruck seines Mutes zum Umdenken war schließlich sein Schritt zum aktiven Teil, ja zur Vaterfigur der bundesdeutschen Friedensbewegung.  

Im Anschluss an den Vortrag wird  der Film: „Rebell wider Willen – Was würde Jesus dazu sagen“ von Hannes Harnick und Wolfgang Richter gezeigt. Er dokumentiert den komplizierten Weg des Mannes, der zwischen allen Stühlen saß und gibt interessante Gespräche mit dem hoch betagten unbeugsamen und kritischen Mann des 20. Jahrhunderts wieder.  
Für einen kleinen Imbiss ist gesorgt. Der Eintritt ist frei.

Es besteht an diesem Abend die Möglichkeit, weitere Veranstaltungen des Kulturkreises, die der Stärkung von  Zivilcourage, für Demokratie und gegen Rechtsextremismus dienen sowie der Vorbereitung und Durchführung der Verlegung von Stolpersteinen gemeinsam mit Jugendlichen durch eine Spende zu unterstützen.



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