Am Mittwoch, dem 30. Juni um 13.00 Uhr ist es so weit.
Die Projektgruppe des Kulturkreises und des Marie-Curie-Gymnasiums lädt ein, dabei zu sein, wenn Gunter Demnig die ersten beiden glänzenden Steine in der Birkenwerder Straße 4 zur Erinnerung an die am 07.09.1942 nach Theresienstadt deportierten und dort umgekommenen Eheleute Ernestine und Georg Jacks setzen wird, um anschließend für deren Sohn Hermann, in der Erdmannstraße 4 einen weiteren zu verlegen. Er wurde am 02.03.1943 nach Auschwitz verschleppt und dort ermordet.
Dass es zu diesem Ereignis in diesen Tagen kommt, ist besonders der Tochter von Hermann Jacks, Frau Ruth Winkelmann zu verdanken, die vom Schicksal ihrer Familie eindrucksvoll und detailliert berichtete und mit ihren Lebenserinnerungen auf eine sehr engagierten Gruppe von Schülerinnen und Schülern des Marie-Curie-Gymnasiums und deren Lehrerinnen sowie Mitglieder des Geschichtskreises im Kulturkreises Hohen Neuendorf traf.
Schon viele Jahre beschäftigen sich Kulturkreismitglieder mit Recherchen, die das Schicksal derjenigen bewahren helfen, die während der Nazi-Diktatur verfolgt und ermordet wurden. Weitere Erinnerungssteine an ehemalige Einwohnerinnen und Einwohner sollen folgen: glänzende Steine des Anstoßes - sowohl zum Nachdenken als auch zum Handeln im Sinne demokratischer, menschenwürdiger Verhältnisse.
Mehr Informationen über das Stolpersteinprojekt und wie es unterstützt werden kann, finden Interessierte in einer gerade vom Kulturkreis Hohen Neuendorf e. V. veröffentlichten Broschüre, die mit Unterstützung von Nordbahngemeinden mit Courage herausgegeben wurde.
Kontakt: Petra Schmidt, Projekt Stolpersteine: 03303 40 45 28, Angelika Stobinski, Sprecherin des Kulturkreises, TelSprecherin des Kulturkreises, Tel.: 03303 50 05 77, E-Mail: astobinski@enetservice.de